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Trudi - Eine Genesung ohne Tierarzt

Oder: Ein dreimal HOCH auf die Tierheilpraktiker!
Die Diagnose nach 4 Wochen Sucherei war im Grunde keine
und gleichzeitig doch erschütternd: Trudi hat(te) eine Einblutung im linken Auge HINTER der Netzhaut (sie ist auf diesem Auge also auch blind), warum sich diese trotz Medikation noch nicht absorbiert hatte, war unklar. Woher sie stammte ebenfalls. Im Bauchraum zeigte sich eine schallresistente Stelle, erbsengroß, die evtl. ein nicht absorbierter Faden der Innen-Naht von der Kastration, nun in Gewebe verkapselt, darstellen könnte. Kurzum: etwas, was da so nicht hingehört. Und last but not least war beim Röntgen des Kopfes der Hund bzw. das Bild verrutscht. Zum Vorschein kam eine beidseitige, hochgradige HD (Hüftgelenkdysplasie). Das Röntgenbild der Hüfte zeigte außerdem, dass Trudi's linke Gelenkspfanne gar nicht richtig ausgebildet ist, d. h. der Femurkopf sitzt mit Sicherheit schon seit ihrer Geburt gar nicht in der dafür vorgesehenen Pfanne. Welche Schmerzen diese Hündin beim Tragen von Welpen gehabt haben muss, können wir nur erahnen. Aber überhaupt ist Trudi ja unheimlich leidensfähig :-( Hat sie doch immer wiederkehrende Fieberschübe mit einem zusammengerollten Körperchen und viel Schlaf und Ruhe quittiert, nie mit einem einzigen Gejammer. Nur, als ihre linke Gesichtshälfte so entzündet war, dass sie nicht mehr fressen konnte, hat sie einmal kurz aufgejammert. Sofort waren wir wieder beim Tierarzt, der Grund für die Entzündung konnte nicht gefunden werden. Nun ja, wovon die Augenentzündung käme, könne man nicht mehr feststellen. Der Bauchraum könnte dafür verantwortlich sein, dass immer wieder Fieber aufträte, wenn es erneut kommt, müsse die Hündin nochmal "geöffnet" werden. Die HD könne man mit Medikamenten schmerzfrei stellen, oder wir sollten uns einen Sponsor suchen, der eine neue Hüfte für Trudi finanziert. Kosten: ca. 2000 Euro.
Trudi ist immer brav mitgewackelt auf unseren Spaziergängen. Manchmal, wenn sie sehr kaputt war, habe ich sie einfach zu Hause schlafen lassen. Sie geht ja von Anfang an auf's Katzenklo - vermutlich war ihr das sowieso schon einfacher, als jedes mal mit gassi zu gehen. Sie ist nie gerannt, geschweige denn gehüpft und gesprungen, einzig in mein Bett konnte sie von Anfang an springen.
Trudi ist immer brav mitgewackelt auf unseren Spaziergängen. Manchmal, wenn sie sehr kaputt war, habe ich sie einfach zu Hause schlafen lassen. Sie geht ja von Anfang an auf's Katzenklo - vermutlich war ihr das sowieso schon einfacher, als jedes mal mit gassi zu gehen. Sie ist nie gerannt, geschweige denn gehüpft und gesprungen, einzig in mein Bett konnte sie von Anfang an springen.
Trudi schläft vom ersten Tag bei uns an nur in Körperkontakt mit mir, und sie hat meine nächtlichen Wadenwickel bei starkem Fieber trotz ihres halben Diliriums immer mit einem "auf die Hand Küsschen" quittiert :-)
Nein, wir wollten Trudi nicht einfach so ihrem Schicksal überlassen.
Die mittlerweile für sie vorhandenen Interessenten wurden vertröstet und schlussendlich abgesagt, weil wir einen halbkranken Hund (ohne wirkliche) Diagnose nicht zum nächsten Tierarzt-hopping in die nächsten Hände vermitteln wollten. Das wollten wir Trudi und auch neuen Besitzern von ihr nicht antun.
Da das Blutbild von Trudi keinerlei Aufschluss über irgendeine Erkrankung gab und wir nach 3 besuchten Tierarztpraxen nichts mehr unversucht lassen wollten, haben wir eine Tierheilpraktikerin in Augsburg bemüht, die wir schon seit Jahren kennen und die uns bereits des öfteren mit Rat zur Seite stand. Ferndiagnose - auch das noch! Aber mit Erfolg :-) Wir sind das Blutbild durchgegangen, ich habe alles geschildert, was ich wussten und miterlebt hatte, und wir sind gemeinsam zur Diagnose "Herpes-Virus-Infektion" gekommen.
Trudi hat fortan alle 2 Stunden Traumeel bekommen, alle 2 Tage eine Ampulle Engystol und weiterhin die Tropfen für die Augen von der Augen-Tierärztin, die verhindern sollten, dass durch die Einblutung der Augeninnendruck steigt.
Trudi hat sich langsam und mühselig aus dieser Misere gekämpft.
Diese Infektion war nicht erst seit gestern da, vermutlich hat sie ihre Babies immer schnell wieder verloren und das war der Grund dafür, dass wir sie übernehmen konnten. Wenn Mütter diesen Virus auf ihre Babies übertragen, werden diese meist nicht sehr alt. Oder sind eben auch von Anfang an krank.
Am 5.07. haben wir mit der alternativen Behandlung begonnen. Heute, am 28.07., sehen wir Trudi rennen, spielen (!!) und Spaß haben :-) Natürlich, sie nimmt oft eine völlig normale Schonhaltung ein. Sie ist kein Flummi und wird auch nie einer werden. Aber es geht ihr gut und sie hat - glaube ich - keine Schmerzen. Inzwischen bekommt sie zur Schmerzbehandlung Zeel, ebenfalls von der Firma Heel, und scheint damit gut klar zu kommen.
Das Auge wird von Tag zu Tag besser... und Trudchen frisst und frisst und frisst...
Ein HOCH auf die Tierheilpraktik, auf Trudi selbst und auf die Eingebung, die mich endlich hat wieder den gesunden Menschenverstand EINschalten und das sinnlose Denken, ein Tierarzt müsse einen Hund zwangsweise auch wieder gesund "machen" ausschalten lassen.

Das Auge wird von Tag zu Tag besser... und Trudchen frisst und frisst und frisst...
Ein HOCH auf die Tierheilpraktik, auf Trudi selbst und auf die Eingebung, die mich endlich hat wieder den gesunden Menschenverstand EINschalten und das sinnlose Denken, ein Tierarzt müsse einen Hund zwangsweise auch wieder gesund "machen" ausschalten lassen.

Time for animals 28.07.2011, 17.53
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Ich freue mich so für die kleine süße Hündin und ihre Menschen, die sie nicht aufgegeben haben! So müsste es immer sein! Ganz liebe Grüße, ein schönes Weihnachten 2011 von "Yokierüdi" TOBI -einem echten Knuddel mit viel Schalk im Nacken - und seiner "Hunde- und Kaninchenmama" Sabine
vom 15.12.2011, 22.48